Mittwoch, September 28, 2022
No menu items!
StartLüdenscheidZweigleisige Planung für Brügge

Zweigleisige Planung für Brügge


Voraussichtlich im Dezember soll feststehen, wie es mit der gesperrten Eisenbahnbrücke in Brügge weitergeht: Bis dahin will die Deutsche Bahn AG nach eigenen Angaben den dortigen Baugrund untersucht und sich für eine von drei Bauweisen entschieden haben, mit denen die Brücke wieder in Betrieb genommen werden kann. Außerdem hat das Unternehmen am Mittwoch, 24. August, angekündigt, dass die Hochwasser-Schäden am Gleisbett zwischen Rummenohl und Brügge bis Dezember behoben sein sollen.

Kernbohrungen, Vermessungsarbeiten sowie Ramm-, Tiefen- und Kampfmittelsondierungen: Mit schwerem Gerät untersuchen Geotechniker derzeit nach Angaben der Bahn ausführlich die Beschaffenheit und Tragfähigkeit des Bodens im Bereich der Eisenbahnbrücke in Brügge. Die Ergebnisse sollen bis Dezember vorliegen und dann als Entscheidungshilfe dienen – für eines von drei Bauverfahren zur Sanierung und Wiederinbetriebnahme des Bauwerks. Alle drei würden aktuell bereits geprüft und geplant, „um keine Zeit zu verlieren“, teilt das Unternehmen mit.

Bei der Hochwasser-Katastrophe im Juli 2021 hatten die immensen Wassermaßen einen sogenannten Strömungsabweiser vor dem Mittelpfeiler der Brücke beschädigt. „Seitdem drückt die Volme direkt auf den Pfeiler und hat seine Tragfähigkeit damit entscheidend geschwächt“, fasst die Deutsche Bahn das Schadensbild in ihrer Pressemitteilung zusammen. Die Brücke ist seit dem 1. Juli dieses Jahres gesperrt.

Zugverkehr zwischen Rummenohl und Schalksmühel ab Dezember wieder möglich

Nicht nur in Brügge, sondern auch zwischen dem Lüdenscheider Stadtteil und Rummenohl richtete das Hochwasser verheerende Schäden an. Über eine Länge von rund 25 Kilometern sei die Infrastruktur „teils stark zerstört“ worden – vor allem durch „zwei gravierende Böschungsrutsche“, so die Bahn. Die Folgen: Das Gleisbett sei über eine Länge von mehreren 100 Metern weggespült worden und nicht mehr tragfähig. Seitdem ist der Bahnverkehr auf diesem Abschnitt komplett eingestellt. Zwischen Rummenohl, Brügge und Lüdenscheid fahren Busse als Schienenersatzverkehr.

Noch im Dezember soll die Regionalbahn 52 zumindest bis Schalksmühle wieder fahren können. Dafür sollen Stützwände sorgen, die „den Bahndamm wieder befahrbar machen“ und „für mehr Stabilität bei Extremwetterereignissen“ sorgen sollen. Der Bau der Stützwände sei angesichts der „schwer zugänglichen Schadensstellen direkt im Flussbett der Volme“ ein anspruchsvolles Unterfangen. Dieses soll aber – auch dank eines beschleunigten Planungsverfahrens – in einer Rekordzeit von rund 16 Monaten abgeschlossen werden, kündigt die Deutsche Bahn an.

Lüdenscheid, 25.08.2022



Quelle: Luedenscheid.de

RELATED ARTICLES
- Advertisment -
AsA flex Märkischer Kreis

Weitere News