Mittwoch, September 28, 2022
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Regionale: Dritter Stern für moderne Stadtbücherei in Hemer



Ein weiteres Projekt aus dem Märkischen Kreis wird vom Regionale-Ausschuss mit Sternen bedacht: „Stadtmitte 4.0 – Zusammen leben, lernen, arbeiten“ in Hemer erhält den dritten Stern und kann somit umgesetzt werden.

Die Stadtmitte von Hemer erhält ein neues Herzstück. Die Stadtbücherei in der denkmalgeschützten Fabrikantenvilla Prinz wird modernisiert. Sie soll eine Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger werden – als Ort der Begegnung und für digitales Lernen. Auch der angrenzende Park wird einbezogen. Das Projekt „Stadtmitte 4.0 – Zusammen leben, lernen, arbeiten“ der Stadt Hemer entstand auf Hinweis der Menschen vor Ort.

„Die ausgezeichneten Drei-Sterne-Projekte in der Regionale 2025 zeigen gut, dass Digitalisierung für uns in Südwestfalen kein Selbstzweck ist. Die Projektverantwortlichen möchten beispielsweise digitale Hilfsmittel nutzen, um Lust auf Naturgeschehnisse zu machen oder mit digitalen Angeboten eine neue lebendige Ortsmitte für die Bürgerinnen und Bürger gestalten. Es geht also immer um weit mehr als nur Apps. Sondern um persönliche Begegnungen, neue Treffpunkte und Erlebnisse für die Menschen in der Region“, sagt Landrat Marco Voge, der offiziell die Urkunde der Regionale 2025 an Christian Schweitzer, Bürgermeister der Stadt Hemer, überreichte.

„Wir wollen hier einen attraktiven Lern- und Wissens-Standort schaffen, der als Treffpunkt für Jung und Alt für alle Generationen mitten im Herzen der Stadt dient“, freute sich Hemers Bürgermeister Christian Schweitzer über die Auszeichnung mit dem dritten Stern. Das grüne Licht bedeutet auch: die Förderzusagen von zwei NRW-Ministerien für das Vorhaben stehen – und es kann mit den detaillierten Planungen begonnen werden. „Unsere Idee ist, ein digitales Angebot für jede Altersgruppe, für jede Bevölkerungsschicht anbieten zu können. Die Zielsetzung ist, im Herzen der Stadt einen Treffpunkt zu schaffen, wo alle Generationen ihren unterschiedlichen Interessen nachgehen können.“

 

Beliebte Anlaufstelle

Die Bücherei ist eine beliebte Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger. Tausende Bücher und Medien verteilen sich in dem denkmalgeschützten Gebäude auf zwei Etagen, viele Veranstaltungen werden angeboten. Die Kapazitäten jedoch sind ausgeschöpft. Über das neue Projekt soll die Bücherei nun modernisiert werden. Für Kinder sind ganze Erlebniswelten geplant, Schüler sollen sich zum Lernen zurückziehen können, ein Veranstaltungsraum für Lesungen und andere Angebote ist ebenfalls vorgesehen.
Die Aufenthaltsqualität der Bücherei soll deutlich erhöht und neue digitale Angebote geschaffen werden, erklärt Bücherei-Leiterin Gabriele Donath. „In der neuen Bücherei sollen sich Menschen jeglichen Alters und aller sozialen Schichten wohlfühlen. Einen besonderen Fokus im Programm bekommt das spielerische Lernen mit digitalen Elementen. Robotik, Gaming und digitales Experimentieren soll möglich und begreifbar gemacht werden. Wir wollen, dass sich Menschen mit digitalen Hilfsmitteln beschäftigen, sie ausprobieren können und verstehen lernen.“

 

Angrenzender Park soll aufgewertet und Innenstadt belebt werden

Der an die Bibliothek angrenzende Park spielt in dem Vorhaben der Stadt Hemer ebenfalls eine Rolle, erklärte Stadtplanerin Kirsten Staubach, die das Projekt eng betreut. „Wir haben das Regionale-Projekt bewusst nicht nur auf die Stadtbücherei als Gebäude beschränkt. Der angrenzende Park dient derzeit nur als Durchgang. Das wollen wir ändern und mehr Aufenthaltsqualität schaffen. Beispielsweise durch die Installation einzelner Möbel und einen Lesegarten, der direkt an die Bücherei angeschlossen ist. So können Gäste der Bücherei bei einem Getränk ausgeliehene Bücher direkt lesen.“

 

Hintergrund

Das Vorhaben der Stadt Hemer wird vom NRW-Ministerium für Heimat, Bauen, Kommunales und Digitalisierung im Programm für lebendige Zentren mit 5,1 Millionen Euro gefördert. Weitere 90.000 Euro steuert das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes bei zur Förderung der Bibliothek. Die Stadt Hemer stemmt den Eigenanteil von 3,6 Millionen Euro. Läuft alles wie geplant, starten die Arbeiten bereits im kommenden Jahr.



Quelle: Hemer.de

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