Mittwoch, September 28, 2022
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Nach 50 Jahren ist Schluss – Danke an Iserlohns dienstältesten Wahlhelfer Wolfgang Schneider



Er war Wahlhelfer seit 1972, wurde in den 90ern zum Wahlvorsteher und hat bis jetzt so gut wie alle Wahlen in Iserlohn begleitet: Wolfgang Schneider von der Grürmannsheide. Nur zwei Mal hat er gefehlt – urlaubsbedingt.

Bürgermeister Michael Joithe hat Wolfgang Schneider zu sich ins Bürgermeisterbüro geladen, um sich zu bedanken: „50 Jahre ehrenamtlich als Wahlhelfer tätig zu sein, das ist eine beeindruckende Bilanz. Die Stadt bedankt sich ausdrücklich für das Jahrzehnte-lange Engagement. So viel Ausdauer hat im Ehrenamt heute kaum noch jemand.“

Als Dankeschön überreichte Bürgermeister Michael Joithe Wolfgang Schneider das Buch „Iserlohn – wie es war… und wie es ist – Sichtwechsel der Stadtbilder zwischen 1950 und 2018“. „Da wollen wir dann mal schön drin blättern“, freute sich Wolfgang Schneider, der in all den Jahren immer der Erste sein wollte, der das Wahlergebnis von der Grürmannsheide an das Wahlamt meldet. Das habe er allerdings nicht ein einziges Mal geschafft, erinnert sich Schneider.

In seiner „Amtszeit“ hat Iserlohns dienstältester Wahlhelfer so einige „Döneken“ erlebt: bei einer Wahl zum Beispiel wurde er zunächst „nur“ als Beihelfer geordert, obwohl Schneider eigentlich schon lange Wahlvorsteher war. Er hatte das schon als Degradierung verstanden, konnte die Sache aber durch ein Telefonat klären.

Einer älteren Dame im Dorf hat er an einem Wahltag mal einen Platz am Fenster zugewiesen, damit sie – trotz schlechter Augen – sehen konnte, wo sie ihr Kreuzchen machen musste und bei den Auszählungen der Stimmzettel hat Schneider auch schon mal gemalte Blümchen auf den Wahlzetteln zu sehen bekommen.

Außerdem hat Schneider über die Jahre so ziemlich alle Politiker und zur Wahl stehenden Kandidaten kennengelernt: Ein gewählter Bürgermeister der Stadt Iserlohn war bei seinem Besuch am Wahllokal in der Grürmannsheide der Erste am Grill und aß eine Wurst.

Jetzt – nach 50 Jahren – ist Schluss. „Und ich werde keine Entzugserscheinungen haben“, antwortet der 72-Jährige lachend auf die Frage, ob er nicht doch zum Weitermachen überredet werden kann.



Quelle: Iserlohn.de

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