Montag, August 8, 2022
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Meldungsdatum: 05.08.2022

Sechs Studierende aus dem Landarztprojekt LOCALHERO der Uni Witten/Herdecke absolvieren ab Montag, 8. August, ein medizinisches Praktikum im Märkischen Kreis, genauer gesagt in Lüdenscheid, Meinerzhagen, Neuenrade, Plettenberg und Werdohl.

Am kommenden Montag ist es soweit – der erste Einsatz in einer Landarztpraxis! 25 Studierende der Universität Witten/Herdecke beginnen ihr einwöchiges Praktikum im Rahmen des Projektes LOCALHERO. Sechs von ihnen sammeln erste Erfahrungen in einer Hausarztpraxis in Lüdenscheid, Meinerzhagen, Neuenrade, Plettenberg oder Werdohl. Um die Studierenden herzlich willkommen zu heißen und besser kennenzulernen, hat die Gesundheits- und Pflegeplanung des Kreises ein kleines Rahmenprogramm zusammengestellt. Dabei darf ein Besuch auf der Burg Altena natürlich nicht fehlen. Weitere Programmpunkte: die Vorstellung des Projekts MobilSorglos und Stand Up Paddling an der Oestertalsperre sowie gemeinsames Tüfteln in der Phänomenta in Lüdenscheid.
Katharina Müller, beim Kreis die zentrale Ansprechpartnerin für Ärztinnen und Ärzte, die sich im Märkischen Kreis niederlassen wollen, sieht in den Famulaturen eine gute Chance, angehende Medizinerinnen und Mediziner für die Vorzüge des Märkischen Kreises zu interessieren. Dabei ist das Projekt langfristig ausgerichtet: Im kommenden Sommer werden die gleichen Famulanten zwei Wochen im Märkischen Kreis Praxiserfahrungen machen und 2024 wieder eine Woche. Für 2023 und 2024 erwartet Katharina Müller auch noch weitere Studierende aus dem LOCALHERO-Projekt.
Anders als bei anderen „Landarzt“-Projekten hat sich LOCALHERO zum Ziel gesetzt, angehende Medizinerinnen und Mediziner bereits im Studium für das Thema zu interessieren und Faktoren zu identifizieren, die den ärztlichen Nachwuchs langfristig in der Region halten. Es wird vom Bundesministerium für Gesundheit mit 1,7 Millionen Euro gefördert und als Verbundprojekt mit den Unis Duisburg-Essen, Bochum, Düsseldorf und Witten/Herdecke durchgeführt. Zu den teilnehmenden Kreisen, in denen nun die Wittener Studierenden Praxiserfahrungen sammeln, zählen neben dem Märkischen Kreis auch Soest, Olpe und der Hochsauerlandkreis.
Die Begeisterung für ein Leben und Arbeiten auf dem Land soll dem Mangel an Ärztinnen und Ärzten in denen am Projekt teilnehmenden Regionen entgegenwirken. So wurde mit LOCALHERO ein innovatives Lehrkonzept für den theoretischen Teil des Studiums entwickelt, das mit vielen unterschiedlichen praktischen Erfahrungen sowie einem Begleitprogramm ergänzt wird, das die jeweiligen Kreise durchführen und so den Studierenden einen umfassenden Einblick in die Tätigkeit als Landärztin oder Landarzt gewährleisten.

Studierende, Patienten und Praxen im ländlichen Raum profitieren gleichermaßen

Auch die Studierenden freuen sich auf die Erfahrungen auf dem Land und dürfen zugleich innerhalb des Projektes viele eigene Vorschläge unterbreiten, die das Studium, welches an der UW/H bereits sehr praxisorientiert ist, noch attraktiver machen sollen. Durch das Projekt konnten darüber hinaus viele neue Lehrpraxen in Gebieten rekrutiert werden, die sonst eher keine Anbindung an eine universitäre Ausbildung genießen. Die Lehrärztinnen und Ärzte profitieren somit ebenso von der Hinwendung zum ländlichen Raum und können vielfältige kostenfreie Fortbildungen an der UW/H nutzen und sich selbst mehr in die universitäre Lehre einbinden. Zu guter Letzt sollen am Ende durch die Verstärkung junger Ärztinnen und Ärzte die Patienten vor Ort profitieren, denn für sie soll durch das Projekt in der Zukunft eine funktionierende hausärztliche Versorgung sichergestellt werden.
Das Projekt LOCALHERO (LOngitudinales Curriculum ALlgemeinmedizin zur Stärkung der Hausärztlichen VErsorgung in ländlichen RegiOnen) startete im Januar 2022 und läuft bis Ende 2024. In den kommenden zwei Jahren folgen jeweils weitere Gruppen mit geplanten Größen von 50 bis 75 Studierenden pro Jahr.
Ansprechpartner Presseteam: Katrin Schubert unter +49 (0)2302 / 926-858 oder Katrin.Schubert@uni-wh.de
Ansprechpartnerin beim Märkischen Kreis: Katharina Müller; SG 781 – Gesundheits- und Pflegeplanung, 02352 / 966-7179, katharina.mueller@maerkischer-kreis.de.

Über die Uni Witten/Herdecke
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 3.000 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Gesellschaft steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Pressekontakt: Ursula Erkens




Quelle: Maerkischer Kreis

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