Mittwoch, Dezember 7, 2022
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StartSportKein schlechtes Spiel, aber München ist zu stark | Iserlohn Roosters

Kein schlechtes Spiel, aber München ist zu stark | Iserlohn Roosters


München – Der mehrmalige Deutsche Eishockeymeister war diesmal eine Nummer zu groß für die Roosters. Mit 2:5 unterlagen die Iserlohner am Sonntagabend beim EHC Red Bull München, wobei das Ergebnis erst am Ende deutlicher ausfiel, als der Verlauf bis weit ins letzte Drittel war.

Bloß nicht wieder so unter Dauerdruck geraten wie in Mannheim am Mittwoch – so lautete das Vorhaben der Iserlohn Roosters in München. Zunächst gelang dies auch. Der EHC musste die Scheibe häufig tief ins Drittel spielen und hinterherlaufen. Dies nutzten die Sauerländer in der Regel klug um eher an der Scheibe zu sein und sich mit einem geschickten Aufbau oder mit einem Pass in die neutrale Zone schnell aus der Defensive zu befreien. In eigener Offensive ging es schnell und zielstrebig Richtung Tor von Danny aus den Birken. Dort sollte immer ein Stürmer die Position im Slot besetzen, um Pässe und Schüsse auf den Münchner Kasten abzufälschen. So entstand auch die erste Iserlohner Chance nach Schuss von Rutkowski und dem Nachschuss von Broda. Zur Mitte des ersten Drittels wurde auch München gefährlicher, da die Sauerländer ihnen in einigen Situationen zu viel Freiraum ließen. Genau so entstand der Treffer zum 1:0 für den EHC. Einen Angriff aus der Tiefe begleiteten die Gäste nur sporadisch, so dass sich München bis vor das Tor durchkombinieren konnte und Maximilian Kastner aus kurzer Distanz den Puck über die Linie drücken konnte (13.). Da Iserlohn ihr erstes Überzahlspiel nicht nutzen konnte, blieb es nach 20 Minuten bei der knappen Führung für die Hausherren.

Wie man eine Überzahl ausspielen muss, das bekam das Poss-Team zu Beginn des Mittelabschnitts gezeigt. Blum legte den Puck quer auf Ortega und der hämmerte die Scheibe direkt ins Netz zum 2:0 für München (22.). Anders als im ersten Durchgang, ließen sich die Gäste dadurch aber nicht beeindrucken, sondern starteten nun ihrerseits Angriffe auf den Kasten der Hausherren. Chris Brown scheiterte zwar noch an Danny aus den Birken, aber schon beim Schuss von Sebastian Streu hatte der EHC Glück, als der Puck nur an die Latte ging (25.). In eigener Unterzahl gelang dann aber schließlich das erste Tor für die Sauerländer. Nach einer schönen Einzelaktion von Lean Bergmann, schloss der Hemeraner mit der Rückhand ab zum 2:1 (31.). Der Roostersstürmer lief nun richtig heiß. Knappe drei Minuten später setzte sich erneut Bergmann über die linke Seite durch, verlud mit einer schönen Körpertäuschung seinen Gegenspieler und schob den Puck flach unter die Schoner von aus den Birken durch ins Tor (33.). Zwar hatten auch die Münchner weitere Möglichkeiten durch Schütz und Redmond, doch das Unentschieden nach 40 Minuten hatten sich die Iserlohner durchaus verdient.

Unglücklicher hätte dagegen der Start in den Schlussabschnitt nicht laufen können, denn nach einer überstandenen Unterzahl kassierten die Roosters den erneuten Rückstand. Von der Kante der Bande hinter dem Tor sprang der Puck senkrecht in die Luft und nur Ben Smith sah, wo sich das Spielgerät befand und nahm den Puck aus der Luft aus kurzer Distanz zum 3:2 (44.). Fast hätte Smith kurz darauf schon den Sack zugemacht, doch bei seinem Alleingang blieb Hannibal Weitzmann der Sieger. Die Roosters wehrten sich dennoch gegen die drohende Niederlage und konnten sie letztendlich doch nicht verhindern. Als Cornel auf der Strafbank saß, nahm Andreas Eder Maß und traf zum 4:2 (57.). Die Roosters setzten alles auf eine Karte, nahmen ihren Torhüter vom Eis und kassierten kurz vor dem Ende noch das 2:5 (60.). Am Ende bleibt unter dem Strich dennoch eine Leistung, auf der es sich in den kommenden Wochen aufbauen lässt.

EHC: Aus den Birken – Boyle, Daubner; McKiernan, Redmond; Blum, Szuber; Appendino – Eder, Kastner, Tiffels; Parkes, DeSousa, Varejcka; Schütz, Hager, Oswald; Ortega, Smith, Ehliz

Roosters: Weitzmann – Ankert, Ugbekile; Acolatse, Bender; O’Connor, Buschmann; Jung – Daugavins, Bailey, Foucault; Brown, Cornel, Bergmann; Ziegler, Raedeke, Streu; Broda, Rutkowski, Proske

Tore: 1:0 (12:19) Kastner (Eder, Tiffels), 2:0 (21:26) Ortega (5-4/Blum, DeSousa), 2:1 (30:14) Bergmann (4-5/Buschmann), 2:2 (32:57) Bergmann, 3:2 (43:25) Smith (Ortega, Blum), 4:2 (56:53) Eder (5-4/McKiernan, Parkes), 5:2 (58:00) Ehliz (EN/Smith)

Schiedsrichter: Frano/Steingross

Strafen:  EHC 6 – Roosters 8

Zuschauer*innen: 3.540



Quelle: PR Sport

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