Mittwoch, November 30, 2022
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StartSportIm letzten Drittel brechen die Dämme: 1:4 gegen München | Iserlohn Roosters

Im letzten Drittel brechen die Dämme: 1:4 gegen München | Iserlohn Roosters


Iserlohn – Diese Niederlage tut richtig weh! Und das nicht nur weil die Roosters trotz eines frühen Treffers lange führten, sondern vor allem, weil Casey Bailey lange ausfallen könnte. Der wurde im zweiten Drittel hart, aber fair, von Konrad Abeltshauser mit der Schulter voran gegen die Bande gecheckt und ging sofort vom Eis. Eine genaue Diagnose gibt es am morgigen Montag – in den kommenden Spielen wird der US-Amerikaner aber erstmal fehlen.

Zum Spiel: Endlich mal in Führung gehen – das war das große Ziel der Iserlohn Roosters zu Beginn des Heimspiels am Sonntagnachmittag gegen München. Drei Mal lag das Team in dieser DEL-Saison mit 0:1 hinten, diesmal sollte es anders werden. Als nach 50 Sekunden Brown den ersten geschenkten Alleingang nicht nutzen konnte, schien es, als würde alles genauso weitergehen, wie schon in den letzten Partien. Aber es schien nur so, denn nur 31 Sekunden später jubelte der Seilersee zum ersten Mal. Brown zog von der blauen Linie ab, Niederberger war ein klein wenig die Sicht eingeschränkt – 1:0. Ein ganz einfacher Spielzug über die blaue Linie brachte den Erfolg. Das war es aber auch mit der offensiven Herrlichkeit des Teams vom Seilersee. Mal Proske, mal Daugavins setzten noch Akzente, waren aber weit vom 2:0 entfernt. München dagegen erhöhte den Druck, würde Minute um Minute besser, fokussierter in den Spielzügen. Im Powerplay hatte Redmond die Chance und ein leeres Tor – Jenike rettete in höchster Not, später trafen Hager und Tiffels nur den Pfosten. Zwischendrin zeigte Andy Jenike sein ganzen Können, bewahrte seine Mannschaft vor einem höheren Rückstand. Problematisch im Spiel der Iserlohner waren nicht nur die unsauberen Scheibenannahmen, sondern, ähnlich dem Frankfurt-Spiel vor allem auch der Spielaufbau aus der eigenen Zone. Der dauerte zu lang, so dass die Münchener immer wieder die Iserlohner unter Druck setzen konnten. Weil oftmals auch die Zuordnung in der eigenen Zone fehlte, war es einer ordentlichen Portion Glück und einem bärenstarken Andy Jenike zu verdanken, dass der IEC nach 20 Minuten führte.

An Münchens Überlegenheit konnte aber auch die anschließende Drittelpause wenig ändern. Der EHC blieb die bessere Mannschaft, weil die Roosters mit den gleichen Problemen kämpften. Allerdings erkannte man bei den Gästen, dass sie mehr und mehr ihre Geduld verloren. Zwar brachten sie Möglichkeit auf Möglichkeit vor das Iserlohner Tor, fanden zu einfach den Weg nach innen, aber der IEC spürte es, richtete seinen Fokus immer öfter auf ein gutes Konterspiel aus. Zwar erzielten die Sauerländer letztlich nicht den zweiten Treffer, sorgten aber für ein deutlich ausgelicheneres Match, in dem dennoch weiterhin Jenike im Mittelpunkt stand, der mit hervorragenden Saves seine Mannschaft vor dem Ausgleich bewahrte. Einmal durften die Roostersfans hoffen, nachdem die Roosters im Powerplay die Scheibe durch Foucault an den kurzen Pfosten legen konnten, der Videobeweis aber zeigte, dass die Scheibe nicht über der Linie war.

Ins Schlussdrittel starteten die Sauerländer als bessere Mannschaft ins Match, hatten Gelegenheiten, unter anderem durch Lean Bergmann, machten aber nicht den entscheidenden zweiten Treffer. So konnte man Minute um Minute vermuten, dass wenn die Blau-Weißen nachlegen würden, sie eine echte Chance haben würden, dieses Match für sich zu entscheiden. Weil die tollen Kombinationen aber nichts einbrachten, könnte auch ein Sonntagsschuss den EHC zurück in Spiel bringen – und genau das passierte (45.). Ein Abeltshauser-Schuss wurde von Tiffels unhaltbar abgefälscht. Und weil nur 53 Sekunden später das Zuspiel von Daubner auf Ehliz zu gut war, drehten die Roten Bullen die Partie, führten in der 46. Minute mit 2:1. Als Ortega dann in Überzahl 3:41 Minuten vor dem Ende zum 3:1 traf, war die Entscheidung gefallen. Kleinendorst nahm zwar kurz später eine Auszeit und den Torhüter vom Eis, letztlich aber half das auch nicht mehr, Ortega erzielte siebzehn Sekunden vor Schluss den Endstand ins leere Tor.

 

Roosters: Jenike – Ankert, Ugbekilé; O´Connor, Bender; Acolatse, Labrie; Broda – Cornel, Bailey, Foucault; Brown, Daugavins, Bergmann; Rutkowski, Ziegler, Alanov; Raedeke, Proske, Streu

 

Red Bull: Niederberger – Boyle, Abeltshauser; McKiernan, Redmond; Blum, Daubner; Appendino – DeSousa, Ortega, Ehliz; Street, Eder, Tiffels; Hager, Schütz, Kastner; Krening, Oswald, Cimmermann

 

Tore: 1:0 (01:21) Brown (Daugavins, Bergmann), 1:1 (44:09) Tiffels (Abeltshauser), 1:2 (45:02) Ehliz (Daubner, McKiernan), 1:3 (56:19) Ortega (Blum, Ehliz/5:4), 1:4 (59:42) Kreling (Daubner/EN)

 

Strafen: Roosters 6 – Red Bull 2

 

Zuschauer: 3.344



Quelle: PR Sport

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