Montag, September 26, 2022
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Die SPD Menden hat sich in einem Schreiben an die Erste Beigeordnete der Stadt, Henni Krabbe, gerichtet, in dem sie auf die Unterbringung Geflüchteter in der ehemaligen Hauptschule Lendringsen eingeht.

Die Stadtverwaltung bezieht zu den Vorwürfen wie folgt Stellung:

Die Stadtverwaltung ist für die Hinweise dankbar, wünscht sich jedoch eine Kommunikation auch im Sinne der Geflüchteten. „Es muss auch im Sinne aller sein, sachlich zu diskutieren“, so Bürgermeister Dr. Roland Schröder.

Die ehemalige Hauptschule Lendringsen wurde vorsorglich als kurzfristige Unterbringung hergerichtet und wird nun auch seit ca. zwei Wochen als solche genutzt. Bis zu 80 Menschen können dort untergebracht werden – aktuell leben dort 32 Menschen. „Alle, die dort untergebracht sind, stammen aus der Ukraine. Bei der Unterbringung achtet der Sozialarbeiter vor Ort darauf, dass Familienangehörige gemeinsam untergebracht werden“, so die Erste Beigeordnete, Henni Krabbe. „Gestern sind 19 Personen gleichzeitig in Menden angekommen, die dort vorübergehend eingezogen sind“, so Krabbe. Zum Zeitpunkt der Begehung der SPD waren also nur 13 Menschen in der Hauptschule untergebracht. Dort stehen acht Klassenräume mit maximal zehn Betten bereit. „Die Hauptschule ist im Moment nicht einmal zur Hälfte ausgelastet. Was die Ausstattung angeht, müssen auch wir als Stadtverwaltung mit teils langen Lieferzeiten leben. So werden bereits vor Monaten bestellte Trennwände und Schränke hoffentlich in dieser oder der kommenden Woche geliefert. Dass die Situation dadurch nicht optimal ist, wissen wir. Da die Hauptschule aber längst nicht an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen ist, haben die dort lebenden Familien genügend Raum. Wie die gesamte Flüchtlingssituation ist aber auch dies für uns nicht alltäglich und wir lernen aus den Prozessen. Hinweisen über Missstände gehen wir unmittelbar nach und versuchen, diese zu beseitigen“, so Krabbe weiter. Dies betreffe auch die Ausstattung des Sozialarbeiters vor Ort. So werden auch weiter Ausstattungsgegenstände angeschafft und nachgeliefert. „Morgen und übermorgen werden z. B. Wäschetrockner durch ein Mendener Unternehmen geliefert. So etwas wie Wäscheständer schaffen wir zusätzlich gerne noch an.“ Außerdem werden derzeit ein Spielraum für Kinder und ein Aufenthaltsraum für Jugendliche eingerichtet.

Die Duschzeiten werden morgens und nachmittags angepasst und entsprechend erweitert.

„Wir tun alles dafür, dass die Menschen bei uns in Menden in Sicherheit sind und dass sie gemeinsam mit ihren Landsleuten und Familien untergebracht werden. Die Hauptschule Lendringsen ist von Anfang an als Übergang gedacht. So, wie im vergangenen halben Jahr auch, setzen wir alles daran, die Geflüchteten so schnell wie möglich in eigene Wohnungen zu vermitteln. Auch hierbei werden die Geflüchteten durch Sozialarbeiter, Dolmetscher usw. begleitet und betreut. Das beginnt bei der ersten Unterbringung in der Hauptschule bis hin zur Übergabe und zum Einzug in die eigene Wohnung“, sagt Henni Krabbe. „Mit den Wohnungsbaugesellschaften vor Ort stehen wir in ständigem und sehr gutem Austausch. So werden inzwischen von uns Bedarfe und Wohnungsgrößen an die Gesellschaften gemeldet, die dann die passenden Wohnungen ermitteln. Hinzu kommt dann – soweit erforderlich – auch ein Austausch mit dem Jobcenter, falls Mietkosten übernommen werden müssen. So ein Prozess kostet Zeit und wir lernen mit jedem abgeschlossenen Fall.“ Nach wie vor sei das Ziel, Geflüchteten so schnell wie möglich in die eigenen vier Wände zu bringen.



Quelle: Menden.de

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