Montag, November 28, 2022
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Den Waldfriedhof in zehn Jahren runderneuert



Der Hemeraner Waldfriedhof ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und beliebt? Aufgrund seines Ambientes und zahlreichen Bestattungsmöglichkeiten erwägen viele Auswärtige eine Bestattung in Hemer. Dass der Waldfriedhof heute regionale Strahlkraft genießt, bedeutete in den vergangenen zehn Jahren für Friedhofsverwalter Markus Falk viel Arbeit.

„Die Hinterbliebenen stehen im Mittelpunkt unseres Handelns“, erläutert Falk bei einem Friedhofsrundgang, „Bürgeranregungen fließen in die Planungen ein, Bestatter werden beteiligt und in Prozesse eingebunden und auch individuelle Wünsche werden – wenn eben möglich – berücksichtigt und umgesetzt.“

Dabei danken Falk und Bürgermeister Christian Schweitzer auch und besonders den Mitarbeitern des Stadtbetrieb Iserlohn/Hemer: „Die Kollegen des SIH bringen Fachkenntnisse und Ideen ein. Es ist eine gute, fruchtbare und verlässliche Partnerschaft, auf die wir nicht verzichten wollen.“

Gemeinsam hat sich in den vergangenen zehn Jahren jede Menge auf dem Waldfriedhof auf der Stadtteilgrenze Sundwig/Westig und auch auf den anderen städtischen Friedhöfen in Frönsberg und Ihmert verändert. Begonnen wurde mit der Umgestaltung hin zu der Artenvielfalt und Biodiversität. 450 Bäume (Eichen, Bergahorn, Ahorn, Wildapfelbäume) wurden neu gepflanzt und drei moderne Bestattungsgärten (Garten der Erinnerung, Garten der Besinnung, Garten der Schmetterling) angelegt.

Dabei wurde vor allem darauf geachtet, dass ausschließlich heimische Pflanzen bzw. Pflanzen mit einem Mehrwert für die Umwelt verwendet wurden. Kürzlich wurde der dritte Bauabschnitt des Gartens der Schmetterlinge fertiggestellt. Der gesamte Bereich wurde naturnah umgestaltet und mit einer großen Trockenmauer für Kleinlebewesen ausgestattet. 38 weitere Urnenpartnergräber und 60 Urnengräber unter alten Bäumen haben damit die Angebotspalette erweitert.

Daraus resultierten in der Folge sechs zusätzliche neue Bestattungsarten in das Angebot der Friedhöfe aufgenommen: Familienbäume, Gemeinschaftsbäume, Urnengräber unter alten Bäumen, Urnenpartnergräber, Sarggräber mit Pflege, Kolumbarium und so genannte Lebenswege. „Alle Kapellen, Abschiedsräume und Toilettenanlagen wurden inzwischen saniert“, so Falk, „auch die Außenanlagen haben wir uns vorgeknöpft.“

Parallel wurde die Friedhofsverwaltung komplett digitalisiert, um die Korrespondenz mit Bestattern und Bürgern zu optimieren. „Wir können ab November eine Internetauskunft über Gräber und einen digitalen Friedhofsrundgang anbieten“, blickt Falk voraus.

Am Ende ist also wenig verwunderlich, dass der Waldfriedhof mit diversen Auszeichnungen und Anerkennungen bedacht wurde. Er ist u.a. Immaterielles Weltkulturerbe, Kombio, anerkannt beim Verband der Friedhofsverwalter Deutschlands und der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal. Die Auszeichnung „Schmetterlingsfreundlicher Friedhof“ des Naturschutzbundes wurde jüngst überreicht.



Quelle: Hemer.de

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