Mittwoch, September 28, 2022
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StartSport2:5 – Frankfurt kauft den Roosters den Schneid ab | Iserlohn Roosters

2:5 – Frankfurt kauft den Roosters den Schneid ab | Iserlohn Roosters


An diesem Hockeyabend hatten die Iserlohn Roosters keine Punkte verdient. Nur in wenigen Momenten die bessere Mannschaft auf dem Eis, verlor das Team vom Seilersee am dritten. DEL-Spieltag seine Auswärtspartie bei den Löwen Frankfurt.

Dieser Tag lief nicht nach Plan. Erst musste Kris Foucault nach dem Vormittagstraining passen, fuhr nicht mit nach Frankfurt, dann landeten die Sauerländer auf der Anreise nach Hessen aufgrund eines Unfalls im Stau, erreichten den Ratsweg zu spät, so dass die Partie 15 Minuten verspätet angepfiffen werden musste. Und nach dem ersten Drittel, lagen die Sauerländer auch noch 0:1 hinten. Die Führung, erzielt von Löwen-Neuzugang Dominik Bokk in der 13. Minute in Überzahl war nicht unverdient. Nur am Anfang des Auftaktdrittels waren die Gäste die bessere Mannschaft, je länger das Drittel dauerte, umso mehr geriet das Kleinendorst-Team in die Defensive. Aber der Reihe nach: In den ersten fünf Minuten war der IEC druckvoller, brachte Schuss um Schuss auf den Kasten von Jake Hildebrandt, Frankfurts starkem Goalie, der einmal ausrutschte, Proske, der für Foucault ins Team gerückt war, ein bisschen Raum bescherte. Der anschließende Videobeweis aber zeigte, die Scheibe war nicht über der Torlinie. Der Rest des Drittels bestand aus immer größer werdenden Problemen der Sauerländer aus dem eigenen Drittel einfach und schnell herauszukommen. Deshalb gab es keine ernst zu nehmende Konterchance der Blau-Weißen. Das war auf der Gegenseite anders. Frankfurt kam regelmäßig mit 2:1- oder 3:2-Kombinationen aus dem eigenen Drittel heraus, spielte ´Run & Gun` und bekam seine Möglichkeiten, auch deshalb weil die Roosters letztlich zu viel Risiko eingingen und zu oft mit zu vielen Spielern hinter der Scheibe waren.

Auch der Mittelabschnitt brachte keine grundsätzliche Verbesserung: Die Roosters rackerten, verloren jedoch zu oft die Zweikämpfe in den gefährlichen Zonen – nur zwischen der 28. und 32. Minute waren die Sauerländer die bessere Mannschaft. Da entwickelten sie eine eigene Identität, spielten nicht mehr das Frankfurter Spiel und trafen zum zwischenzeitlichen 1:2, nachdem Dominik Bokk vorher auf 2:0 erhöht hätte. Doch der Hoffnungsschimmer, dass die Iserlohner jetzt die Partie drehen würden, hielt nur 38 Sekunden. Dann gewannen die Löwen hinter dem Iserlohner Tor einen Zweikampf an der Bande, brachten die Scheibe vor das Tor von Hannibal Weitzmann. Den Bauerntrick kann der IEC vereiteln, dann aber stimmt die Zuordnung nicht, so dass Schwartz, mit zu viel Platz zum 3:1 trifft. Den Schlusspunkt setzen die Frankfurter eine Sekunde vor Drittelende. Numerisch standen die Gäste (nach einem 4 gegen 4 gerade komplett) mit einem Mann mehr auf dem Eis, faktisch aber sorgt Rowney mit einem Schuss und erneut zu viel Raum für den 4:1-Zwischenstand nach 40 Minuten. Alles in allem stimmt die Zuordnung zu selten, passen sich die Waldstädter dem Spiel des Gegners zu sehr an und hatten gegen das körperbetonte Frankfurter Spiel in den direkten Duellen zu oft das Nachsehen.

Dass Kurt Kleinendorst seine Jungs noch einmal aufzuwecken versucht hatte, war unverkennbar. Nach der Drittelpause mühten sich die Sauerländer auf dem Eis, erst ohne den großen Erfolg, durften aber in der 49. Minute, angefeuert von über 600 mitgereisten Fans, das 2:4 bejubeln. Colin Ugbekile verbuchte von der blauen Linie in den Slot stoßend den Anschlusstreffer. Folgerichtig waren die Iserlohner wieder das drückende Team, aber die Löwen schafften es immer wieder, in die Zweikämpfe zu kommen, diese zu gewinnen und sich zu befreien. 3:12 Minuten vor Ende nimmt Kleinendorst eine Auszeit und anschließend den bärenstarken Weitzmann, der in vielen Phasen überhaupt erst dafür sorgte, das noch irgendetwas drin war, vom Eis. Schwartz hat für Frankfurt nur Sekunden später die Chance zur Entscheidung, bringt die Scheibe aber nicht im leeren Tor unter. Ranford macht es eine knappe Minute vor dem Ende besser, sorgt für den 2:5-Endstand an einem Abend, an dem sich die Roosters vom Gegner den Schneid abkaufen ließen und folgerichtig ohne Punkte zurück zum Seilersee reisen.

 

Löwen: Hildebrand – Sezemsky, Magiont, Vandane, Gläßl; Wirt, McNeill; Moser – Rowney, Bokk, Ranford; Wruck, Eisenmenger, Olsen; McMillan, Elsner, Wenzel; Burns, Schwartz, Breitkreuz

 

Roosters: Weitzmann – O´Connor, Ugbekilé; Acolatse, Bender; Ankert, Labrie – Brown, Cornel, Bailey; Daugavins, Raedeke, Bergmann; Rutkowski, Ziegler, Alanov; Streu, Proske, Broda

 

Schiedsrichter: Ansons, Iwert

 

Tore: 1:0 (12:16) Bokk (Vandane, Ranford/5:4), 2:0 (24:13) Bokk (Maginot), 2:1 (31:03) Cornel (Bailey), 3:1 (31:41) Schwartz (Burns, Breitkreuz), 4:1 (39:59) Rowney (McNeill/4:5), 4:2 (48:18) Ugbekilé (Acolatse, Bailey), 5:2 (58:57) Ranford (EN)

 

Strafen: Löwen 4 – Roosters 6

 

Zuschauer: 5.017



Quelle: PR Sport

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